Kontra endoskopische Ovarchirurgie

Abstract

In einer ,,Pround KontraDiskussion" entstehen auch kritische Fragen. Die statistisch •r die Bundesrepublik Deutschland belegbare erhebliche Mengenausweitung laparoskopischer/pelviskopischer Eingriffe an den Ovarien drfingt die Frage nach der seri6sen Indikation auf. Was macht also bei der Endoskopie von OvarialverSnderungen einen Sinn, wo liegen adgquate Indikationen •r die Endoskopie vor, wo sind zweifelhafte Indikationen zu vermuten? Am Beispiel der funktionellen Zysten des Eierstocks wird gezeigt, dab es nur im Ausnahmefall sinnvoll sein kann, im Prinzip harmlose zystische Erweiterungen von Eibl/ischen und Gelbk6rpern, die sich fast immer otme Krankheitswert zurfickbilden, endoskopisch und damit invasiv anzugehen. Wenn fisher •r die operative Entfernung einer funktionellen Zyste mittels Laparotomie geradezu ein Verdikt bestand, warum soll heute eine ~irztlich/seri6se Begrfindung zur Laparoskopie, zur endoskopischen Beseitigung gesehen werden? In Kliniken, die 50% oder 60% ihrer Ffille yon endoskopischer Ovarialchirurgie mit funktionellen Zysten bestreiten, kann etwas mit der Indikationsstellung nicht stimmen. ~Amliche Oberlegungen zur Frage der angemessenen Indikationen endoskopischer Ovarialeingriffe werden auch bei Retentionszysten (Tube, Parovarium, Ovar), AdNisionen oder auch geringgradiger Endometriose zu diskutieren sein. Hier ist ein Einstieg in Fragen der Qualit/itssicherung getbrdert [ 10].

Topics

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